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die Alptentour bezwungen...

4 Tage, 4 Rennen und das in einem Starterfeld das sich sehen lassen kann.

Mario Alptentour17 03

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Doppelweltmeister Alban Lakata, Gesamtdritter beim Cape Epic , Bike Transalp Sieger und österreichischer Staatsmeister im Marathon Daniel Geismayr, sein Team Kollege Hermann Pernsteiner und noch viele andere nationale und internationale MTB-Fahrer nahmen letzten Donnerstag bei bestem Wetter die erste Etappe über 61km und 2800 hm in Angriff.

Diese führte über den Hochwurzen zu den Giglachseen und war wie vom Veranstalter vorhergesagt die landschaftlich schönste Runde.

Stage01

Mario B. und ich brauchten für die Runde 4 Stunden 32 Minuten und waren danach froh im Ziel zu sein, da Mario bei einer technischen Passage mit dem Vorderrad hängen blieb und sein Bike im hohen Bogen ausgerechnet mit dem Schaltwerk auf einen Stein viel. Die Folge kann sich jeder Biker ausmalen; Schaltauge verbogen. Kurz Hand angelegt und das Ding soweit es ging ausgebügelt. Nur blieben ihm lediglich 3 seiner 11 Gänge für die restlichen 28 Km übrig. Bei mir war es die Frage ob ich die vier Tage durchhalten werde da ich noch die Ausläufer einer hartnäckigen Verkühlung mit triefender Nase spürte.

Ein Dankeschön an das Bulls Racing Team die dem Mario ein passendes Teil vom Schaltwerk spendiert haben und wir so die Tour weiter bestreiten konnten.

Tag 2 versprach die Königsetappe: 68 Km und 3100hm standen am Programm.

Wetter perfekt (fast zu heiß), keine Defekte, Stürze oder dergleichen. 5 Stunden und 14 Minuten später waren wir geschlaucht aber froh auch diese Runde überstanden zu haben beim Finisher -Buffet im Ziel.

Wir starteten in der Adventure Wertung (Teamfahren) und waren nach dem ersten Tag auf Rang 13 von 17 Teams. Da sieht man erst wie stark das Fahrerfeld besetzt war. Unmittelbar vor uns hatten zwei Deutsche gute 8 Minuten Vorsprung auf uns. Somit hatten wir auch schon eine Mission was die Gesamtwertung betraf. Die mussten wir uns holen. Dies geschah am vorletzten Anstieg zur Mittelstation Reiteralm rauf. Somit rückten wir auf die 12 Gesamtposition vor und wussten wir müssen am dritten Tag Gas geben um das Ding ins Ziel zu bringen. Komisch es geht um die Ananas und trotzdem beginnt man sich die Ränge anzusehen und zu schauen ob man das Team vor einem schlagen kann.

Stage02

Tag 3 war die schnellste Etappe und mit 53 km, 2200 hm und quasi nur einen Berg die vermeintlich einfachste Runde. Da es aber bis eine Stunde vor dem Start geregnet hat war die Strecke ziemlich tief und die Wurzelpassagen nicht gerade ungefährlich (da musste ich mal zu Boden, aber zum Glück nix passiert). Und so standen am Ende der Etappe 3 Stunden 22 Minuten auf der Uhr und wir waren froh unseren Vorsprung gegenüber den Deutschen ausbauen zu können. Morgen noch ein schnelles Einzelzeitfahren zur Planai-Schafalm rauf und dann ist es auch schon geschafft.

Stage03

Tag 4, Einzelbergzeitfahren, die Stunde der Wahrheit; nach drei ziemlich anstrengenden Etappen dann noch einmal für gut 1,5 Stunden Vollgas auf´n Berg rauf geben ist schon eine Herausforderung. Ich wusste da werden die Beine brennen am Ende. Und so war es auch. 1 Stunde 24 Minuten später überquerten wir als Gesamt 12 der Alpen-Adventure Wertung das Ziel. Wir brauchten für die knapp 200 km und fast 9500hm gut 14,5 Stunden und waren damit mehr als zufrieden. Wenn man aber bedenkt das der Gesamtsieger Dani Geismayr lediglich 9 Stunden und 15 Minuten für die Strecke benötigte, dann weiß man erst was die Burschen auf ihren Bikes leisten.

Stage04

Fazit:

Alles in Allem war dies eine absolut geile Veranstaltung und ich kann sie jedem der einmal ein Mehrtagesrennen in Angriff nehmen möchte ans Herz legen. Und da dies quasi vor unserer Haustüre veranstaltet wird macht es die Sache noch interessanter.

Traumkulissen in den Alpen, Wahnsinnsstrecken die nur für die Alpentour geöffnet werden, kein Reisestress da Start/Ziel immer im selben Ort, schöne Abendveranstaltung mit Siegerehrung und gutem Abendessen; es wird was geboten für´s Startgeld.

Ob es eine Wiederholung geben wird kann ich noch nicht sagen, da es doch auch gilt einmal den großen Bruder (die Bike-Transalp) zu rocken.