News RadNeue Nutzungsvariante für Mountainbiker

Mehrere Interessensvertretungen fordern eine Freigabe von Forststraßen für Mountainbiker per Gesetzesänderung. Dagegen stemmt sich die Landwirtschaftskammer, schlägt aber eine neue Variante für Nutzungsverträge vor.

2.650 Kilometer Mountainbike-Strecken gibt es bereits in Oberösterreich. Der Großteil dieser Strecken liegt im Salzkammergut, dem Mühlviertel und dem Nationalpark Kalkalpen. Und abseits dieser Strecken ist das Mountainbiken im Wald eigentlich nach wie vor illegal - zum Beispiel im Innviertel oder im Zentralraum, wo es wenige Strecken gibt.

„Radfahren, nur auf Basis von Verträgen“

Das sieht auch die Landwirtschaftskammer, bleibt aber trotzdem bei der Ablehnung einer generellen Öffnung der Forststraßen für Radfahrer. Wenn Radfahren erlaubt wird, dann nur auf Basis von Verträgen, darauf pocht Landwirtschaftskammerpräsident Franz Reisecker.

Und Reisecker bringt jetzt eine neue Variante für solche Nutzungsverträge ins Spiel: Der Waldeigentümer räumt einem Tourismusverband, einer Gemeinde oder einem Verein die unentgeltliche Nutzung der Forststraßen in seinem Wald ein. Es fließt also kein Geld, sondern der Tourismusverband, die Gemeinde oder der Verein übernehmen dafür die Erhaltung der jeweiligen Wege. Die Landwirtschaftskammer glaubt, dass mit dieser neuen Variante weitere Waldgebiete für Radfahrer zugänglich werden.

Wegeerhaltung bleibt beim Grundstückseigentümer

 

Die zweite, bekannte Variante: Die Erhaltung der Wege bleibt beim Grundstückseigentümer, der Tourismusverband, der Verein oder die Gemeinde zahlen für die Nutzung durch Mountainbiker. In beiden Fällen würde auch die Haftpflichtversicherung des Landestourismusverbandes gelten.

Mit diesem sind auch beide Vertragsvarianten abgestimmt. Zahlreiche Interessenvertretungen, darunter die Naturfreunde, fordern hingegen weiter die generelle Freigabe aller Forststraße in Österreich per Gesetzesänderung.

Quelle: http://ooe.orf.at/news/stories/2845801/